Tödlicher Unfall in Effeltrich

Aktuell

Am 3. Juli 2017 wurde in Effeltrich eine 75-jährige Radfahrerin von einem Auto angefahren. Sie stürzte und zog sich dabei schwere Verletzungen zu, denen sie in der darauf folgenden Nacht erlag.

Im Polizeibericht heißt es dazu:

Dieser Unfall zeigt wieder einmal die Gefährlichkeit des Radfahrens. Im Gegensatz zu Autofahrern müssen Radfahrer ohne Sicherheitsgurt, Airbag, Knautschzone, usw. zurechtkommen. Schon ein einfacher Sturz vom Fahrrad kann tödlich enden.

Wir fragen uns, ob sich derartige Unfälle verhindern lassen. Dazu müssen wir leider feststellen, dass in vielen unserer Gemeinden für die Sicherheit beim Radverkehr nur wenig getan wird. In der Regel fühlen sich die verantwortlichen Politiker nicht zuständig. Bei den Staatsstraßen – und das sind die meisten Ortsdurchfahrten – verweisen sie auf die Staatlichen Bauämter. Das kann nicht hingenommen werden.

Vor Ort tragen Bürgermeister und Gemeinderäte die Verantwortung für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Wenn sie dies ernst nehmen, dann müssen sie auf die Verkehrsbehörden entsprechend einwirken und ihre Forderungen durchsetzen.

Die Autofahrer müssen durch Markierungen und Beschilderungen auf die Bereiche hingewiesen werden, wo besonders mit Radverkehr zu rechnen ist. Der ADFC-Forchheim fordert seit langem, dass an Durchgangsstraßen ohne gesonderten Radweg sogenannte „Schutzstreifen“ abmarkiert werden. Sie dürfen bei Bedarf, wenn es also eng wird, auch von den Autos befahren werden, sind aber ansonsten den Radfahrern vorbehalten. Am wichtigsten ist aber die Signalwirkung für die Autofahrer. Das Bild zeigt eine Staatsstraße im Landkreis Bamberg.

Speziell in Effeltrich haben wir im letzten Jahr angeregt, bei der Instandsetzung der Hauptstraße mit den neuen Markierungen auch Schutzstreifen anzubringen.

Leider wurde diese Chance vertan. Wegen des Radweges aus Hetzles hat gerade hier der Radverkehr stark zugenommen. Und die frisch asphaltierte Straße verleitet Autofahrer zum zügigen Fahren.

Die Liste der Gemeinden, wo solche Schutzstreifen nötig wären, lässt sich beliebig fortsetzen: Dormitz, Kleinsendelbach, Steinbach, Dobenreuth, Gaiganz, Hausen, usw. usw.

Werden Autofahrer für den Radverkehr sensibilisiert, so erhöht das die Sicherheit für Radfahrer und vermindert die Unfallgefahr. Dass in Deutschland im Mittel jeden Tag ein Radfahrer ums Leben kommt, kann man nicht akzeptieren.

An solche Bilder sollten sich die Autofahrer gewöhnen:

© ADFC Bayern 2017