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In diesem Newsletter:
>   Tour mit dem Landrat
>   Goldrad in der Presse
>   Radschnellweg BA-FO
>   Verkehrskonzept für Forchheim
>   Radverkehrsbeauftragte
>   Bike Polo im Ferienprogramm
>   Lastenräder zum Ausleihen?
>   ADFC-Fachtagung "Sichere Kreuzungen"
>   Bicycle Architecture Biennale
>   Technische Neuerungen
>   Fahrradrinnen
>   Abbiegeassistenten
>   Auch der ADAC denkt an Radfahrer
>   Riesenfahrradparkhaus in Utrecht
>   Radverkehrsplanung ist Angebotsplanung
>   Fahrradstraßen
>   Bundeshaushalt und Fahrradförderung
>   Feedback
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Tour mit dem Landrat

Wie schon in den Vorjahren wollen wir unseren Landrat zu einigen Stellen im Landkreis führen, wo wir Lösungen und Verbesserungen erwarten. Die für den 28. September geplante Tour musste wegen Erkrankung von Herrn Dr. Ulm leider ausfallen. Wir holen sie am Samstag, den 2. November nach. Dazu treffen wir uns um 14:00 Uhr am Brunnen vor dem Forchheimer Rathaus.

Es soll in den südlichen Teil des Landkreises Forchheim gehen. Wir planen unsere Tour ausgehend vom OBI-Parkplatz über Kersbach, Poxdorf, Langensendelbach in den Neunkirchener Raum, u.a. nach Rosenbach und Dormitz.

Um Interessierten aus Neunkirchen und Umgebung die Teilnahme zu ermöglichen, werden wir um 15:30 Uhr einen Zwischenstopp an der Straße Richtung Rosenbach beim Abzweig nach Ebersbach einlegen.

Obwohl der Radweg durch Weiher im Landkreis Erlangen liegt, muss er als mustergültig bezeichnet werden. Genau das Gegenteil finden wir in Dormitz, wo man auf der Hauptstraße sein Leben riskiert und sich nur "Hartgesottene" zu fahren trauen. In Neunkirchen werden wir die Situation an der Erlanger Straße vorführen, wo seit Jahren nichts für unsere Sicherheit geschieht. Wenn man auf künftige Umgehungsstraßen verweist und glaubt, alles so lassen zu können wie es ist, so ist das einfach peinlich.

Nach einer Kaffeepause geht es weiter nach Hetzles und Effeltrich und über Poxdorf, Kersbach zurück nach Forchheim. Über rege Teilnahme an unserer Tour würden wir uns sehr freuen. Obwohl wir oft unterschiedliche Auffassungen vertreten, nimmt sich unser Landrat immer wieder die Zeit für unsere Anliegen. Wir wissen das zu schätzen.

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Goldrad in der Presse

Das goldene Fahrrad, das wir dem Eggolsheimer Bürgermeister Claus Schwarzmann verliehen haben,  hat Eingang in einen ausführlichen Artikel der Nürnberger Nachrichten gefunden. Das ist doch nett.

Wir würden uns durchaus freuen, wenn wir weitere "Würdenträger" auszeichnen könnten. vor allem unseren Landrat. Leider ist die Zeit dafür noch nicht reif.

Radschnellweg BA-FO

Dem Forchheimer Stadtanzeiger vom 12.10.2019 entnehmen wir die Meldung, dass sich die Stadt Forchheim und die Landkreise Forchheim bzw. Bamberg entschlossen haben, die Verbindung Forchheim - Bamberg aufzuwerten. Dieser "Premiumweg" wäre dann für sportliche bzw. "elektrische" Radfahrer besonders interessant.

Wenn sich benachbarte Gebietskörperschaften zusammentun und die Radinfrastruktur gemeinsam planen und bauen, kann das nur begrüßt werden. Denn allzuoft enden die von den Landkreisen oder den staatlichen Bauämtern errichteten Wege abrupt an den Grenzen von Gemeinden, die sich die Radverkehrsförderung nicht direkt auf ihre Fahne geschrieben haben. Aber nur, wenn solche Verbindungen durchgehend sicher und übersichtlich gestaltet werden, werden sie von den Radinteressierten auch angenommen.

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Verkehrskonzept für Forchheim

Wie bereits bei der Auftaktveranstaltung der Forchheimer AG-Rad von OB Kirschstein angekündigt soll für die Stadt Forchheim ein Verkehrsgutachten erstellt werden. Als Grundlage werden Verkehrszählungen und vor allem eine Befragung in einer größeren Zahl (10.000 ?) von Haushalten zum Verkehrsverhalten dienen. Die daraus abzuleitenden Schlussfolgerungen sollen dann in die weiteren Planungen einfließen.

Klar, ohne solch eine Untersuchung stochert man mit der Stange im Nebel. Es bleibt zu hoffen, dass dann auch tatsächlich Taten folgen werden. Eine von uns durchgeführte Umfrage unter den bayerischen ADFC-Gliederungen vor Ort zeigt allerdings, dass derartige Gutachten auch immer wieder in den Schubladen verschwinden, weil man sich nicht traut, Änderungen auf Kosten des Autoverkehrs durchzuführen.

Wir haben Herrn Dr. Hessel vom beauftragten Planungsbüro Gevas an die Typisierung in einer Studie aus dem amerikanischen Portland erinnert:: Etwas salopp formuliert unterscheidet man 1 % Furchtlose, 7 % Zuversichtliche, 60 % Interessierte aber Besorgte, 33 % Hoffnungslose. Das wäre also ein Potenzial von fast 70 % der Bevölkerung, die man mit einer sicheren und attraktiven Infrastruktur aufs Rad bringen könnte.

Wir zitieren aus der Antwort von Gevas:

"Wir sehen es genauso wie Sie, dass das Konzept nicht nur das heutige Verhalten im Radverkehr berücksichtigen kann und darf, sondern dass vielmehr die Potentiale ausgeschöpft werden, indem möglichst gute Randbedingungen für das Radfahren geschaffen werden."

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Radverkehrsbeauftragte

Bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) finden wir das Anforderungsprofil für Radverkehrsbeauftragte, eine ziemliche Liste. Mal sehen, wie das in Forchheim umgesetzt wird. Da dürfte die momentane Personalausstattung an ihre Grenzen kommen.

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Bike Polo im Ferienprogramm

Bike Polo? Noch nie gehört! Im Hallerndorfer Ferienprogramm war es so angekündigt:

"Wie beim Polo zu Pferd spielt man beim Bike Polo in einer Mannschaft, hat einen Poloschläger und versucht, mit der “Zigarre” den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Allerdings sitzt man nicht im Sattel hoch zu Ross sondern auf dem Sattel seines Fahrrads.

Wir basteln uns Poloschläger aus Naturmaterialien und Abflussrohren und verzieren sie nach eigenen Entwürfen. Wer will, kann für sein Fahrrad einen bunten Speichenschutz bauen und am Vorderrad montieren wie die Profis, damit der Poloschläger sich nicht  verklemmen kann.

Wir beginnen mit einem sanften Training, um unsere Geschicklichkeit zu verbessern, danach spielen wir in verschiedenen 3er-Mannschaften, solange wir Lust haben.

Eventuell gibt es in den Wochen danach Gelegenheit die Bikepolo-Mannschaften aus unseren Nachbarorten kennenzulernen und in einem Turnier herauszufordern."

Scheint angekommen zu sein.

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Lastenräder zum Ausleihen?

Auch wir finden die Idee eines Ausleihs von Lastenrädern nicht schlecht. Ob das in Forchheim geht, ist einen Versuch wert. Vielleicht kann man die Stadtwerke dafür erwärmen, aber auch beim Globus kann man sich das vorstellen.

Man fährt mit seinem normalen Fahrrad zum Einkaufen und transportiert mit einem ausgeliehenen Lastenrad seine Sachen nach Hause. Am gleichen oder auch am nächsten Tag bringt man es zurück. Das Normalrad bleibt währenddessen dort stehen. Mal sehen, wie sich die Globus-Geschäftsleitung dazu stellt.

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ADFC-Fachtagung "Sichere Kreuzungen"

Mit der Gestaltung von Kreuzungen befasste sich die diesjährige Fachtagung des ADFC. Die dort gezeigten Präsentationen stehen zum Download bereit und sind durchaus lesenswert. Besonders gefallen hat uns dieses Video von einem Kreisverkehr.

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Bicycle Architecture Biennale

Wie machen es die anderen? Ein paar Projekte zum Träumen gibt es hier.

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Technische Neuerungen

Ideen für technische Verbesserungen hätte man genug: Ferngesteuerte Schlösser, lautstarke Hupen, Richtungsblinker, Fern- und Abblendlicht, Bremslicht usw. Einiges gibt es schon, wie man hier sieht. Aber nicht alles ist erlaubt!

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Fahrradrinnen

Das alte und leidige Thema: Warum werden an den Treppenauf- bzw. -abgängen nicht einfach Rinnen installiert, auf denen man sein Fahrrad schieben kann? E-Bikes etwa womöglich mit Gepäck sind zum Tragen einfach viel zu schwer. Und Aufzüge bieten oft nicht genügend Platz. In diesen Anzeigen findet man alle möglichen Angebote.

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Abbiegeassistenten

Dieser Beitrag in Report München vom 08.10.2019 war für uns Anlass, uns nochmals mit dieser Problematik zu befassen. Im Netz gibt es zahlreiche Beiträge zu diesem Thema, auch seitens des Bundesverkehrsministeriums. Viele Kommunen rüsten ihre Fahrzeuge inzwischen mit Abbiegeassistenten aus, wie hier z.B. im Bericht über Berlin zu lesen ist. Allerdings geschieht das noch auf freiwilliger Basis. Eine EU-weite Regelung lässt noch auf sich warten. Die Stadt Wien will das nicht hinnehmen und untersucht, ob man große Lastkraftwagen nur in der Stadt verkehren lässt, wenn sie entsprechend ausgerüstet sind.

In Nürnberg hatten wir Gelegenheit, bei den städtischen Entwässerungsbetrieben Fahrzeuge zu besichtigen, die mit einer Seitenkamera ausgerüstet sind. Die Tennisball großen Kameras werden zum Beispiel unterhalb eines Rückspiegels montiert, ihr Bild auf einem Monitor im Führerhaus angezeigt. In einem Presseartikel haben wir dies genauer beschrieben.

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Auch der ADAC denkt an Radfahrer

Wenn ihm auch die Autofahrer in erster Linie am Herzen liegen, so sorgt sich der ADAC ebenfalls um die Sicherheit der Radfahrenden, wie man hier sieht.

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Riesenfahrradparkhaus in Utrecht

In Utrecht wurde ein Riesenparkhaus für Fahrräder eingeweiht. Einfach traumhaft!

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Radverkehrsplanung ist Angebotsplanung

Wenn man seitens des ADFC Verbesserungen anmahnt, hört man immer wieder: "Da fährt doch keiner."

So antwortet das Staatliche Bauamt Bamberg zu den Problemen an der Einmündung der Erlanger Straße in die Neunkirchener Henkerstegstraße:

"An der besagten Kreuzung passieren zwar immer wieder mal Unfälle. Dabei handelt es sich überwiegend um Einbiege- bzw. Kreuzenunfälle von Kraftfahrzeugen. Ab 2014 waren Fußgänger nie und Radfahrer nur einmal beteiligt. Als offizielle Unfallhäufungsstelle ist sie nicht eingestuft."

Tja, warum ist das so? Ganz einfach, weil niemand dort fährt, der sein Leben nicht riskieren will.

Grundsätzlich ist Radverkehrsplanung nicht Planung nach dem Bedarf, sondern Angebotsplanung. Man muss ein attraktives Radverkehrsangebot machen, wenn man mehr Leute auf das Fahrrad bringen will.

Zum obigen Bild: Bevor man eine Brücke baut, untersucht man ja auch nicht, wieviel Leute jeden Tag durch einen Fluss schwimmen.

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Fahrradstraßen

Was bei uns immer noch Stirnrunzeln auslöst, ist anderswo selbstverständlich. Fahrradstraßen, wozu braucht man die? Zum Radfahren ohne Autoverkehr natürlich, wozu sonst. Bonn macht's vor.

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Bundeshaushalt und Fahrradförderung

Theorie und Wirklichkeit passen oft nicht zusammen. Hier die Ankündigungen unseres Verkehrsministers, dazu die Antworten des ADFC-Bundesvorstands.

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Feedback

Wenn Sie eine Anregung für unseren Newsletter haben oder uns einen Kommentar übermitteln wollen, so verwenden Sie bitte diesen Link.

Besonders interessieren wir uns zudem für positive aber auch negative Beispiele aus der Welt des Radverkehrs. Wenn Sie also etwa im Urlaub sehen, wie das Radfahren anderswo gefördert wird, schicken Sie uns einen kurzen Bericht. Dazu womöglich auch noch Bildmaterial.

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