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>   Eisenbahnbrücke
>   Randmarkierungen
>   Gefährlicher Schulweg
>   Siemens rüstet auf
>   Absturzsicherung Poxdorf
>   Roter Teppich mit Nachspiel
>   Bürgermeistergespräch
>   Premiere in Uttenreuth?
>   Erlanger Kreuz
>   Die Ministerin
>   Abbiegeassistenten
>   Europas Metropolen wandeln sich
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Klimawandel in Forchheim

Bereits mehrfach hatten wir Gelegeneit, uns mit Frau Dr. Prechtel auszutauschen. Endlich haben wir in der Bürgermeisterin eine Ansprechpartnerin, die sich mit aller Kraft engagiert. Der ADFC findet Gehör und wir hoffen auf baldige Verbesserung der Situation für uns Radfahrer und Radfahrerinnen.

Auch wenn manche es anders sehen: Dem ADFC geht es nicht darum, dass die die momentan nicht so zahlreichen Fahrradnutzer noch mehr Spaß am Radfahren haben und immer und überall die Vorfahrt eingeräumt bekommen. Mitnichten! Neben den vielen persönlichen Vorteilen beim Radfahren geht es vor allem um eines: Radfahrende stoßen keine Treibhausgase, keine giftigen Abgase aus, erzeugen keinen Feinstaub und machen keinen Lärm. Und oft kann das Fahrrad den PKW ersetzen.

Wir steuern auf eine Klimakatastrophe zu! Corona ist irgendwann erledigt, die Klimaänderung nicht. Und wenn wir nicht reagieren, sondern weitermachen wie bisher, werden die Einschränkungen und Zumutungen noch viel heftiger werden als die, die der Virus uns auferlegt.

Das Fahrrad muss überall da, wo es möglich und zumutbar ist, zum Verkehrsmittel der Wahl werden. Dazu bedarf es aber einer sicheren und attraktiven Radverkehrsinfrastruktur, die stressfreies Radfahren ermöglicht. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. Das wird auch das Stadtbild verändern, wo Radfahrende derzeit eher ein Schattendasein am Rande führen. Sie haben Anspruch auf die gleiche Wertschätzung, wie sie den Autofahrern bislang entgegengebracht wird.

Sicherlich spielt auch mancher Autofahrer, der vielleicht mit schlechtem Gewissen wieder einmal sein Kraftfahrzeug in Bewegung gesetzt hat,  gelegentlich mit dem Gedanken, auf das Fahrrad umzusteigen. Das gilt es zu fördern. Und letztendlich steigt dadurch die Lebensqualität in der Stadt ganz erheblich.

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Eisenbahnbrücke

Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben. Ab dem 3. August 2020 war die Forchheimer Eisenbahnbrücke für den Radverkehr gesperrt. Absteigen und Schieben waren angesagt. Die Wenigsten hielten sich daran.

Von Monat zu Monat wurden wir vertröstet. Nun endlich, Mitte Dezember, ist die Geländererhöhung angebracht und die Radfahrenden dürfen wieder über die Brücke.

Warum das so lange gedauert hat und warum man keine provisorische Lösung eingerichtet wurde, darüber wollen wir lieber nicht diskutieren.

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Randmarkierungen

Willy-Brandt-Allee
 

Theodor-Heuss-Allee

Wer sieht den Unterschied? Links ohne Randmarkierung, rechts mit. Die gleiche Straße, nur einige Meter weiter!

Wir haben schon mehrmals angemahnt, die ganze Strecke zu markieren. Herr Brütting von der Straßenverkehrsbehörde meinte letzthin etwas genervt: "Da machen wir nix." Tja, da müsste man halt dort einmal im Dunkeln mit dem Fahrrad fahren.

Das verstehe wer will.

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Gefährlicher Schulweg

Wir haben uns an der Ruhalmstraße umgesehen. Falls noch vorhanden, würden einem die Haare zu Berge stehen. Nach Schulschluss am Herder- bzw. Ehrenbürg-Gymnasium lavieren sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Fahrrädern zwischen den zahlreichen Kraftfahrzeugen hindurch, darunter sicher auch einige "Elterntaxis". Irgendwie müssen sie auf die Nürnberger Straße gelangen. Manche ordnen sich zwischen den Fahrzeugen ein, andere benutzen gleich die Gehsteige auf beiden Seiten, womöglich auch in der Gegenrichtung.

Man muss sich nicht wundern, wenn Eltern es nicht zulassen, dass ihr Kinder mit dem Rad zur Schule fahren. Hier muss endlich etwas geschehen. Der ADFC hat im Gespräch mit Frau Dr. Prechtel bereits verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Spätestens nach den Umbaumaßnahmen in der Luitpoldstraße muss an den Ausschilderungen und der Verkehrsführung zu Gunsten der Schulkinder etwas verbessert werden.

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Siemens rüstet auf

"Siemens rüstet sich . . ." müsste es wohl eher heißen, ". . . für eine Zukunft mit dem Fahrrad". Am 30. November trafen sich Vertreter von ADFC, Siemens Healthineers und der Stadt Forchheim vor den Firmentoren zu einem Rundgang um das Gelände, um gemeinsam die Hauptzufahrtsrouten und deren Unfallstellen zu sichten. Freundlicherweise war dem ADFC von Siemens eine sozusagen interne Unfallstatistik zur Verfügung gestellt worden: Eine Übersicht von Unfallorten von Fahrradfahrern auf dem Arbeitsweg inklusive einer Aufschlüsselung der Unfallursachen.

Diese ist wesentlich informativer als die Unfallstatistik der Polizei. Dort gehen nur solche Ereignisse ein, bei denen die Polzei bzw. ein Krankenwagen hinzugezogen werden musste, ohne weitere Informationen zum Hergang. Wer also auf Grund von Glatteis stürzt und sich wieder aufrappelt, erscheint dort nicht. Es bleibt eine grosse Dunkelziffer von Unfällen. Diese unzureichenden Statistiken bilden die Grundlage für die leider oft unzureichenden Planungen bei der Radverkehrsinfrastruktur.

Bei dem Rundweg um das Siemensgelände konnten zahlreiche kritische Unfallstellen besprochen werden. Angeregt wurde eine Verstärkung des Winterdienstes und Verbesserung des Wegeunterhalts sowie das Anbringen von Markierungen an unübersichtlichen Stellen. Seitens der Zuständigen der Stadt Forchheim traf man erfreulicherweise auf offene Ohren. Man darf also auf Verbesserungen hoffen.

Abschließend konnten noch die neuen Fahrradabstellanlagen auf dem Firmengelände besichtigt werden. Seitens des Betriebsrates ist man außerordenlich bemüht, Verbesserungen für die Radfahrenden zu schaffen wie z.B. Duschmöglichkeiten und Kleiderspinde. Höchst einfache aber dennoch entscheidende Maßnahmen, um aufs Fahrrad umzusteigen.

Die Radverbindung in Richtung Erlangen hat sich im letzten Jahr durch die Asphaltierung des Kanalweges deutlich verbessert. Schwachstellen bleiben aber immer noch die Schlaglochpiste am nördlichen Rand von Baiersdorf und die  Mängel bei Dunkelheit. Letzteres leider fast durchgehend am Kanal entlang als Hauptzubringer von Nord und Süd kommend. Auch hier wurde über reflektierende  Randstreifen an vielbefahrenen Hauptrouten als kostengünstige Maßnahme gesprochen. Langfristig konsequent wäre eine Beleuchtung.

Allen Beteiligten war und ist an Verbesserungen für Radfahrende gelegen. Initial wurde diese gemeinsame  Begehung in der AG Rad vom ADFC angeregt. Ein besonderer Dank geht an Frau Dr. Prechtel, die als Bürgermeisterin diesen Termin ermöglicht hat. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

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Absturzsicherung Poxdorf

Es ist soweit: Am 27.11.2020 wurde mit den Arbeiten am Radweg von Poxdorf nach Kersbach begonnen. Kurz nach Poxdorf wurde eine Absturzsicherung errichtet. Dort geht es links ganz steil hinunter. Wer da im Dunkeln vom Weg abkommt, den haut es ganz schön auf die Schnauze. Gerade bei Gegenverkehr, wo es meistens beengt zugeht, besteht diese Gefahr.

Bereits im März 2017 haben wir bei einem Gespräch im Landratsamt auf diese Gefahr hingewiesen. Es stimmt zwar, dass sich dort an der Seite - wie Herr Els vorbrachte - Rasengittersteine befinden, allerdings geht es dort fast senkrecht hinunter. Da könnte man sich vielleicht zur Not festkrallen. Geändert wurde damals vorerst nichts.

Bei unserer alljährlichen Rundfahrt mit dem Landrat haben wir ihm 2019 diese Stelle gezeigt. Nun, Ende 2020, wurde also tatsächlich etwas für unsere Sicherheit getan. Gut Ding will eben Weile haben.

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Roter Teppich mit Nachspiel

Bei der Veranstaltung am 20.09.2020 in Neunkirchen ging es um eine für Radfahrende sichere Umgestaltung der Einmündung Erlanger Straße - Henkerstegstraße. Das Bild zeigt als Beispiel eine Stelle in Baiersdorf.

Da in Neunkirchen für wenige Minuten ein roter Teppich auf der Erlanger Straße lag, erhielt der für die Veranstaltung Verantwortliche Gerhard Krahl nun diese Anzeige: "Sie brachten einen Gegenstand auf die Straße, wodurch der Verkehr gefährdet werden konnte."

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Krahl explizit darauf hingewiesen, dass das Landratsamt das Auslegen des Teppichs ausdrücklich untersagt hatte. Wer dies dennoch getan hat, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Gerhard Krahl vom ADFC ist sich keiner Schuld bewusst, wird aber letzendlich die 60 € Bußgeld und einen Punkt in Flensburg akzeptieren müssen.

Weitere Ausführungen ersparen wir uns.

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Bürgermeistergespräch

Der neue Bürgermeister von Neunkirchen - Martin Walz - engagiert sich für den Radverkehr in seiner Marktgemeinde. Bei einer Besprechung am 25.11.2020 konnten ADFC und BUND ihre Vorstellungen präsentieren.

Dabei ging es weniger um punktuelle Problemstellen als um eine Gesamtsicht für die künftige Vorgehensweise. Mit Bürgermeister Walz wurden dabei drei Kernthemen besprochen, die zeitnah auch im Gemeinderat diskutiert werden sollen:

  1. Bau eines Radweges nach Rosenbach
  2. Fahrradfreundliche Gestaltung an der Erlanger Straße
  3. Erstellung eines Verkehrskonzeptes durch ein externes Fachbüro

Da gibt es nichts dagegen einzuwenden.

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Premiere in Uttenreuth?

Die Autofahrer haben zugeschlagen. Wegen der Brückensperrung in Dormitz haben viele diese "Straße" zwischen Rosenbach und Uttenreuth als Schleichweg benutzt und ruiniert. Die Presse berichtete Anfang November , dass Uttenreuth das neue Schild "Überholverbot von Zweirädern" aufstellen wollte. Aber Neunkirchen war schneller. Hier steht's, das Ärgernis für die Autofahrer. Als könnte man hier Radfahrer überholen, ohne sie zu gefährden! Oder sollen die hier auf dem seitlichen Dreckstreifen fahren, womöglich noch bei Dunkelheit? Das hätten manche Autofahrer wohl gerne.

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Erlanger Kreuz

Der Umbau des Autobahnkreuzes Fürth/Erlangen nimmt immer mehr Formen an. Schon gigantisch, was da alles hingestellt wird. Laut Autobahndirektion werden dafür 220 Millionen Euro ausgegeben.

Zur Erinnerung: Der Freistaat will in den nächsten fünf Jahren 200 Millionen in den Radwegebau an Bundes- und Staatsstraßen investieren. Aber vielleicht macht uns da Corona noch einen Strich durch die Rechnung.

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Die Ministerin

Eine kleine Broschüre zur Beschilderung von Radwegen hat das bayerische Verkehrsministerium herausgegeben.

Einfach toll! Darauf haben wir schon lange gewartet. Lesenswert ist das Vorwort unserer Verkehrsministerin. Das hat alles sicher viel Arbeit gemacht.

Aber wie steht es um den Bau vernünftiger, breiter Radwege an Staatstraßen, um Randmarkierungen gemäß der Novelle der StVO an fahrbahnbegleitenden Radwegen an Staatsstraßen, um Sicherheitsstreifen auf Ortsdurchfahten, meist Staatsstraßen, so wie es Baden-Württemberg praktiziert.

Müssen wir halt noch warten - und vielliecht mehr beten.

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Abbiegeassistenten

Düsseldorf rüstet 92 neue und 20 kürzlich angeschaffte Busse für 190.000 € (!) mit Abbiegeassistenten aus. Wo eine Wille ist, . . .

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Europas Metropolen wandeln sich

Beim ADFC-Symposium 2020 am 13.11.2020 stellte u.a. der Pariser Verkehrsbürgermeister einige Stellen vor, wo Fahrbahnen in Radwege umgebaut wurden. Dass so etwas momentan in vielen europäischen Großstädten lauft, erfährt man hier: Velo-Revolution in Europas Städten

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Kompensationsabgabe

"Radfahren bringt nichts" sagen manche. Darunter sicher auch solche, die "klimaneutral" fliegen. Die Lufthansa bietet für ihre Flüge eine Kompensationsabgabe an.

So werden für einen Transatlantikflug Frankfurt - New York z.B. 7,57 € fällig. Dafür wird innerhalb von 20 Jahren der CO2-Ausstoß "kompensiert". Wie soll das gehen? Schmeißt da der Pilot unterwegs eine Handvoll Eicheln aus dem Fenster? Wer's glaubt.

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Besonders interessieren wir uns zudem für positive aber auch negative Beispiele aus der Welt des Radverkehrs. Wenn Sie also sehen, wie das Radfahren andernorts gefördert wird, schicken Sie uns einen kurzen Bericht. Vor allem interessieren uns Ideen für Verbesserungen auf den alltäglichen Wegen per Rad. Dazu womöglich auch noch Bildmaterial.

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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Forchheim e.V.
Dreikirchenstraße 21
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Tel. 09191 / 67640

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