newsletterheader
In diesem Newsletter:
>   Keine Narrenfreiheit auf dem Fahrrad
>   Es werde Licht
>   Neuer Radweg bei Dechsendorf
>   Radfahrer übersehen
>   Viele Durchfaller bei der Fahrradprüfung
>   Blick über den Zaun: Montreal
>   Tourenprogramm fertig
>   Einsteigerkurse für E-Biker
>   Alles Gute im neuen Jahr!
Keine Narrenfreiheit auf dem Fahrrad

Auch wenn es die Franken meist etwas ruhiger angehen lassen, ist doch im Fasching und dem eventuell damit verbundenen Alkoholgenuss einiges zu beachten. Unser Landesverband meint dazu:

"Auch die besten Faschingspartys haben irgendwann ein Ende. Wer den Heimweg auf dem Velo antritt, sollte sichergehen, dass er oder sie noch in der Lage dazu ist. Bei 1,6 Promille sind Radfahrer absolut fahruntauglich. Bei auffälligem Fahrverhalten drohen bereits ab 0,3 Promille Geldbußen und mehrere Punkte in Flensburg. Nicht nur beim Alkoholkonsum, auch beim Licht sollten Faschingsradler auf Nummer sicher gehen. Ob fest installiert oder ein Akku zum Anstecken – in der dunklen Jahreszeit ist eine ausreichende Beleuchtung für das Heimradeln unerlässlich."

Diese Promillegrenzen und Konsequenzen sind vielleicht nicht jedem bewusst. 0,3 Promille hat man schnell.

Nach oben
Es werde Licht

"Mehr Licht" möchte man manchem Radfahrer in dieser dunklen Jahreszeit zurufen. Radfahren ohne ausreichende Beleuchtung kann tödlich sein. Besonders cool ist das nicht, auch wenn mancher das glaubt.

Wer ohne Licht fährt, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern haftet auch für alle Schäden, wenn dadurch ein Unfall verursacht wird. Und das kann sehr teuer werden, denn bei grober Fahrlässigkeit können Versicherungen die Zahlung verweigern. Zur Erinnerung: „Grob fahrlässig handelt, wer im Verkehr die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt, wenn also schon ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt werden und nicht beachtet wird, was jedem einleuchten muss.“

Radfahrer ohne Licht sind nicht nur ein Ärgernis für die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch für uns vom ADFC. Denn oft hält man uns vor: „Sorgt doch erst einmal unter euren eigenen Leuten für Ordnung!“ So etwas fällt aber nicht in unsere Zuständigkeit. Da wären andere gefragt, nämlich unsere Polizei. Es muss viel mehr kontrolliert werden! Mit einem Bußgeld sollte man es aber nicht abtun. Die Polizei sollte vielmehr den Delinquenten verpflichten, sein Rad im Rahmen einer Mängelrüge in den nächsten Tagen vorzuführen – und zwar mit einer funktionierenden Beleuchtung! Ein Batterielicht für drei Euro wird dann nicht genügen.

Und jeder sollte diese finsteren Gestalten direkt anspechen, notfalls mit dem Spruch: "Hoffentlich musst du nicht lange leiden, wenn du umgefahren wirst!" Aber das ist vielleicht zu hart, auch wenn einem das oft auf der Zunge liegt.

Die optimale und bei jeglicher Witterung zuverlässig funktionierende Beleuchtung besteht aus einem Nabendynamo, einem LED-Frontscheinwerfer und einem LED-Rücklicht, beide mit Standlichtfunktion. Das kann man zu einem erschwinglichen Preis in jedem Radladen nachrüsten lassen. Eine Investition, die sich auf Dauer lohnt. Nur wer gut sieht und selbst gut gesehen wird, kommt sicher ans Ziel.

Neuer Radweg bei Dechsendorf

Es ist zwar einige Monate her, aber dennoch einer Erwähnung wert: Ein neuer Radweg schließt nunmehr die Lücke zwischen Dechsendorf und Röttenbach. Solche Lückenschlüsse sind extrem wichtig, denn was will man mit einem Radweg, der plötzkich endet und uns zwingt, auf der Straße weiterzufahren.

Ein schauriges Beispiel für so eine Stelle ist die Strecke von Igensdorf/Mitteldorf nach Forth an der B2 entlang. Der Radweg endet an der Landkreis- bzw. sogar Bezirksgrenze. Hier geht's um die Zuständigkeiten. Für das erste Teilstück ist das Staatliche Bauamt Bamberg zuständig, für das fehlende Reststück das Staatliche Bauamt Nürnberg. Letzteres will das Problem im Rahmen der Ortsumgehung von Forth angehen. Diese hat im Bundesverkehrswegeplan die oberste Priorität. Dem Radfahrer der von Igensdorf kommend die B2 überqueren muss und dann auf ihr weiterfahren muss, hilft das momentan wenig.

Die geplante Umgehung von Forth:

Radfahrer übersehen

"Fahrradfahrer mit voller Wucht gegen Auto geprallt." Eigentlich erschüttert uns eine solche Meldung im FT vom 10.01.2018 gar nicht mehr. Kommt so etwas doch immer wieder vor. In Baiersdorf war ein Autofahrer beim Ausfahren aus einem Parkplatz abgebogen und hatte dabei einen Radfahrer übersehen, obwohl das Licht an seinem Rad eingeschaltet war. Was soll man denn noch machen, damit einem nichts passiert?

Die Polizei sieht da offenbar doch noch ein Versäumnis: "Der Radfahrer war sehr dunkel gekleidet. Die Polizei empfiehlt in der dunklen Jahreszeit auffällige reflektierende Oberbekleidung zu tragen, um solche Unfälle zu vermeiden."

Demnach hätte der Radfahrer den Unfall vermeiden können. So sieht's also aus.

Viele Durchfaller bei der Fahrradprüfung

„Immer mehr Kinder fallen durch die Fahrradprüfung“ lesen wir am 23.01.2018 in den Erlanger Nachrichten. Als eine der Ursachen wird angegeben, dass Eltern immer weniger mit ihren Kindern per Fahrrad unterwegs sind. Eine Tatsache, die wir tagtäglich beobachten können. Wir brauchen uns nur vor einem Kindergarten aufzustellen. Nahezu alle Kinder werden mit dem Auto „angeliefert“. Und vor den Schulen entwickeln sich die zahlreichen Elterntaxis zu immensen Problemen, da durch rücksichtsloses Verhalten die nichtmotorisierten Schüler oft gefährdet werden.

Muss das so sein? Wir meinen, Kinder sollten möglichst frühzeitig den Umgang mit dem Fahrrad lernen. Denn so lernen sie frühzeitig, sich im Verkehr zu bewegen. Wo sonst kann sich Selbstständigkeit besser entwickeln? Und da braucht man nicht erst auf die Verkehrserziehung in der Schule zu warten.

Im Auto ist man meistens allein unterwegs und sein Umfeld kennt man nur durch die Fensterscheibe. Bei einem psychologischen Projekt hat man Kinder ihren Schulweg aufzeichnen lassen. Manche zeichneten nur den Ausgangspunkt, ihr Zuhause, detaillierter und das Ziel, die Schule. Was dazwischen lag, kannten sie überhaupt nicht. Radfahrende Kinder hingegen konnten sehr genau angeben, was sie alles auf ihrem Weg zur Schule gesehen und erlebt hatten.

Damit Eltern ihre Kinder unbesorgt mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen können, brauchen wir allerdings eine Fahrradinfrastruktur, die dies auch zulässt. Da ist noch viel zu tun! Wir vom ADFC treten dafür ein. Es sollte aber auch jeder andere bei seinem Bürgermeister und den Gemeinderäten auf entsprechende Verbesserungen dringen. Elterngruppen haben da mit Unterschriftenlisten schon viel erreicht.

Blick über den Zaun: Montreal

Einfach aber praktisch: Die Parkplätze an den Straßen sind nummeriert. Überall stehen solche kleinen Pfosten. Und die haben in der Mitte einen Ring, an dem man sein Fahrrad anschließen kann. Da hat jemand mitgedacht.

Tourenprogramm fertig

Das Tourenprogramm 2018 ist fertig. Unsere Mitglieder erhalten es mit der Einladung zur diesjahrigen Jahreshauptversammlung. Es liegt an in zahlreichen Geschäften und Institutionen zur kostenlosen Mitnahme aus. Außerdem halten wir auf unserer Homepage zahlreiche Informationen dazu bereit.

Einsteigerkurse für E-Biker

Der ADFC bietet in Zusammenarbeit mit dem Forchheimer Landratsamt Schulungen für E-Biker an. Der Umstieg auf den elektrischen Antrieb bringt ja einige Besonderheiten mit sich. Um die geht es bei diesen Kursen. Näheres dazu auf unserer Homepage!

Alles Gute im neuen Jahr!

Ein bisschen spät zwar, aber nicht zu spät. Wir wünschen allen Radfahrerinnen und Radfahrern ein unfallfreies Jahr und noch mehr Spaß beim Radfahren als bisher schon. Wir wünschen uns bessere Wege und noch mehr Rücksicht bei den Autofahrern. Denn irgendwie muss man die Verkehrswende voranbringen. Wie sich das Klima bereits geändert hat, merken wir gerade an diesem Winter, der eigentlich gar keiner mehr ist.

Wenn Sie sich von unserem Newsletter abmelden wollen, klicken Sie bitte hier.

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Forchheim e.V.
Dreikirchenstraße 21
91301 Forchheim

 

Tel. 09191 / 67640

Vorstand@ADFC-Forchheim.de

 

Abmelden   |   Impressum   Datenschutzerklärung