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Datenschutz

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Gefährliches Radfahren

Wenn wir hier auch immer wieder auf die Unzulänglichkeiten unserer Radwege hinweisen, so gibt es doch eine ganze Reihe von Radfahrern, die sich selbst in Gefahr bringen.

Tod und Schmerzen fürcht' ich nicht,
fahre Fahrrad ohne Licht.

Mancher mag ja glauben, dass er seinen Weg auch ohne Licht findet, aber es sind die anderen Verkehrsteilnehmer, die von diesen Finsterlingen zur Weißglut gebracht werden. Ist es denn wirklich so schwer, für eine funktionsfähige Beleuchtungsanlage an seinem Fahrrad zu sorgen? Natürlich wären ein Nabendynamo und Standlichtfunktionen an Front- und Rücklicht optimal, aber zu Not tut's auch ein gewöhnlicher Dynamo. Nur funktionieren muss das Ganze halt. Das muss einem doch sein Leben wert sein!

Und dann erleben wir auch immer wieder Geisterfahrer, die ohne große Rücksicht auf der falschen Seite fahren. Man kann nicht davon ausgehen, dass die anderen mit überraschend Entgegenkommenden rechnen. Wenn's dann kracht, ist lautes Lamentieren angesagt.

Wir ADFCler müssen uns solche Chaoten immer wieder vorhalten lassen, als ob wir für deren Fehlverhalten verantwortlich wären. Aber zu einem positiven Image und mehr Verständnis für unsere Anliegen trägt es garantiert nicht bei.

 

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Ride of Silence

Diese Gedenkfahrten für im Straßenerkehr verunglückte Radfahrerinnen und Radfahrer werden weltweit am dritten Mittwoch im Mai durchgeführt. Mit der stillen Fahrradfahrt gedenkt man der Verunglückten. Weltweit nehmen über 360 Städte an diesen Fahrten teil. Damit senden sie ein starkes Signal an alle, die Verkehrstoten nicht stillschweigend hinzunehmen, sondern aktiv vorzugehen, um weitere Unfälle zu verhindern. Laut bayerischer Statistik von 2017 verlieren im Schnitt jeden Monat 50 Menschen auf unseren Straßen ihr Leben. Wer sich die täglichen Verkehrsmeldungen anhört, kann sich vorstellen, was dahinter steckt. Die Amerikaner haben ihre lockeren Waffengesetze, bei uns ist es der Verkehr.

Da uns für einen Ride of Silence hier im ADFC Forchheim die Zeit zu knapp war, werden wir bei einer anderen Gelegenheit dementsprechend aktiv werden. Vor fast einem Jahr wurde in Effeltrich eine Radfahrerin getötet. Eigentlich wollten wir an der Unglücksstelle ein Ghost Bike aufstellen, haben das auf Anraten der Forchheimer Polizei dann doch nicht gemacht. An dieser Stelle kreuzen viele Kinder auf dem Weg zur Schule die Straße und für die ist das dann vielleicht eine Belastung.

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Tod durch Rechtsabbieger

Die Nachricht hat uns alle erschüttert: Anfang Mai wurde in München ein neunjähriges Mädchen von einem LKW getötet, der dieses beim Rechtsabbiegen übersehen hat. Man kann sich das gar nicht vorstellen: Da lassen Eltern ihr Kind mit dem Fahrrad in die Schule fahren und dann steht die Polizei mit so einer Nachricht vor der Tür.

Man könnte jetzt auf all die Versäumnisse in den diversen Ministerien hinweisen, die Tragik dieses Ereignisses verbietet einem das. Aber es muss doch in unserer heutigen Zeit mit all ihrem technischen Schnickschnack möglich sein, solche Unfälle zu verhindern. In Baumärkten sind Rückfahrkameras für einen Spottpreis erhältlich. So etwas muss es auch für das Abbiegen geben.

 

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Chaos bei Vorschriften

Wer sich über Vorschriften für den Radwegebau informieren will, stößt zunächst auf einen Wust von kryptischen Abkürzungen:

ERA, RILSA, RISTWAG, StVUnfStatG, EFA, RAST usw. usw.

Es handelt sich um Richtlinien und Empfehlungen für die diversen Planer ähnlich den DIN-Vorschriften. Leider sind die entsprechenden Texte nicht ohne weiteres allgemein zugänglich. Sie werden von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. herausgegeben und können dort gegen keineswegs geringe Kosten bezogen werden. So kosten die ERA z.B. 45 €. Und man glaubt gar nicht, was alles durch solche Richtlinien geregelt wird.

Bei unseren Gesprächen mit Behörden geht es immer wieder um die "Empfehlungen für Radverkehrsanlagen". Im Gegensatz zu anderen Bundesländern werden sie in Bayern tatsächlich als "Empfehlungen" angesehen, was bedeutet, dass sie nicht verbindlich angewandt werden. Im Gegenteil, wenn es passt, werden sie spitzfindig gegen unsere Forderungen ausgelegt.

So sehen die ERA für außerörtliche Geh- und Radwege eine Mindestbreite von 2,50 m vor. Dieses "Regelmaß" kann allerdings an Engstellen unterschritten werden. Gegen unsere Forderung nach weißen Randmarkierungen wird seitens der Verkehrsbehörde des Landkreises Forchheim wie folgt argumentiert:

Eine solche Linie ist 12 cm breit (Schmalstrich). Dazu kommt auf der Außenseite ein 3 cm breiter Schmutzrand. Würde man also beide Seiten markieren, würde sich der Radweg um insgesamt 30 cm verringern und damit unter Umständen die nach den ERA empfohlene Breite unterschreiten. Das könnte im Falle eines Zusammenstoßes von zwei Radfahrern zu Regressansprüchen gegenüber dem Landkreis führen!

Wir haben von verschiedenen Seiten, u.a. der Polizei in Forchheim, die Auskunft erhalten, dass eine solche Randlinie keine verkehrsrechtliche Bedeutung hat, sie also auch befahren werden kann, d.h. der Radweg steht weiterhin in voller Breite zur Verfügung.

Auf der diesjährigen Landesversammlung des bayerischen ADFC haben wir daher den Landesvorstand beauftragt, nochmals bei der Obersten Baubehörde vorstellig zu werden und auf die verbindliche Anwendung der ERA zu dringen, damit endlich Klarheit über die Ausgestaltung von Radverkehrsanlagen herrscht.

Andrerseits sehen die ERA an fahrbahnbegleitenden Radwegen ausdrücklich die Möglichkeit von Randmarkierungen vor: "Zur Vermeidung des Abkommens von der Fahrbahn können die Ränder
des Radweges mit durchgehendem Schmalstrich markiert werden."

Erfreulicherweise wurden einige Radwege, die nicht der Zuständigkeit des Landratsamtes unterliegen, mit weißen Randlinien versehen.

 

Radweg an der Gemeindeverbindungsstraße von Neunkirchen nach Hetzles

Radweg an der Gemeindeverbindungsstraße von Eggolsheim nach Bammersdorf

Radweg an der Staatsstraße Wiesenthau - Gosberg

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Pendler

. . . sollten überlegen, wie sie ohne Auto zur Arbeit kommen.

Morgens um sechs ist die Welt noch in Ordnung: Kaum Verkehr auf den Straßen und viel freier Platz. Und dann beginnt der tägliche Angriff der Pendler aus dem Umland auf die Städte. In Nürnberg sind es täglich an die 150.000! Die meisten kommen mit dem Auto und verstopfen mit ihren Blechkisten die Straßen und verpesten die Luft. Mit welchem Recht erhebt eigentlich jemand den Anspruch, sein Auto den ganzen Tag über ungenutzt am Straßenrand abzustellen? Geht es nicht auch ohne?

Wer jeden Tag vor den gleichen Verkehrsproblemen steht, muss sich doch Gedanken machen, wie er seinen Weg ohne Auto bewältigen kann. Mit dem eigenen Fahrrad in Kombination mit Bus und Bahn sollte dies doch möglich sein. Letztendlich lässt sich mit den Kosten für ein Zweit- oder Drittauto locker das Monatsticket für den ÖPNV finanzieren. Zeit wird's!

 

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Fahrradstellplätze

. . . verhindern Wohnungsbau.

Die Zahl der Bauvorschriften ist ohne Ende. In Baden-Württemberg stößt man sich jetzt an der Vorschrift, dass bei Neubauten "pro Wohneinheit zwei witterungsgeschützte und barrierefrei zugängliche Fahrradstellplätze vorzusehen sind", so in der SZ vom 04.05.2018 im Immobilienteil. Ja sapperlot, das ist ja ein Ding! Da wird's schon eng mit dem sozialen Wohnungsbau. Das wird manchen abschrecken, neue Sozialwohnungen zu bauen.

In die Tiefgarage darf man sein Fahrrad nicht stellen. Der Brandschutz verhindert das, denn ein Fahrrad ist eine zusätzliche Brandlast. Ein Fahrrad brennt eben leicht!

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Unsere nächsten Radtouren

23.08.2019
Fränkisches Seenland / Altmühlsee Festival

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26.08.2019
Zur Sandkerwa in Bamberg

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01.09.2019
Autofreies Wiesenttal – Fränkische Schweiz Marathon

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08.09.2019
Tag des "Offenen Denkmals"

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13.09.2019
Mehrtages-Tour Oberpfälzer Wald / Bockl-Radweg / Naabtal-Radweg

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15.09.2019
Rennradtour

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Dreikirchenstraße 21
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