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In diesem Newsletter:
>   Das Südostforum beim alten Goethe
>   Unser letzter Stammtisch in 2018
>   Ein Blick zurück
>   Der neue München-Nürnberg-Express
>   Typisierung der Radfahrer
>   DIN-Vorschrift für Barrierefreiheit
>   Der Irrgarten von Neu-Ulm
>   Der richtige Abstand
>   Gehweg für Radfahrer frei?
>   Neues Licht an Radwegen
>   Dynamische Beleuchtungen
>   Feedback
>   Datenschutz, Abmeldung
Das Südostforum beim alten Goethe

Nicht weit von Goethes Gartenhaus entfernt fand vom 23. - 25.11.2018 das ADFC-Südostforum statt.

Das "Reithaus" im Park an der Ilm stand im Mittelpunkt des Treffens von über 170 ADFC-lern aus Bayern, Thüringen und Sachsen. In zahlreichen Workshops konnte man sich unter fachkundiger Anleitung über neueste Entwicklungen informieren. Es ging um Verkehrspolitik (Bürgerbegehren u.a. in Bamberg), Tourismus im ADFC (Bett and Bike, Zertifizierungen), die Organisation von Großveranstaltungen (Sternfahrt in München) und die eigene Entwicklung innerhalb des Verbandes (neues Layout für die Homepage, Kontakt zu den Mitgliedern).

Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork hielt einen flammenden Vortrag zu den uns bewegenden Themen.

Und so soll es nun weitergehen: Wir haben uns viel zu oft mit leeren Versprechungen abspeisen lassen. Letzthin zählt, was hinten herauskommt. Aus diesem Grund wollen wir vermehrt mit spektakulären Aktionen in die Öffentlichkeit gehen. Klima, Umwelt und Verkehr sind viel zu wichtig, als dass man tatenlos zuschauen könnte.

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Unser letzter Stammtisch in 2018

Das Jahr neigt sich mit Riesenschritten dem Ende zu und wir "feiern" am 11. Dezember unseren letzten Stammtisch für dieses Jahr. Und feiern wollen wir. Ein wenig weihnachtlich und besinnlich soll es zugehen. Wir wollen die Tische ein bisschen dekorieren und wer will, kann ein paar Kleinigkeiten zum Knabbern spendieren. Wir freuen uns auf regen Besuch und wollen das ADFC-Jahr ruhig ausklingen lassen.

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Ein Blick zurück

Am Ende eines Jahres ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Was haben wir ablaufenden Jahr erreicht?

Der ADFC stärkt mehr und mehr sein zweites Standbein, die Verkehrspolitik. Viele schätzen zunächst das Tourenprogramm und nehmen rege an den Fahrten teil. Das Radfahren gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Dank elektrischer Unterstützung sind größere Entfernungen und steilere Anstiege kein Problem, auch für unsere Senioren.

Gleiches gilt für die Nutzung des Fahrrads im Alltag. Auch hier vergrößern E-Bikes den Aktionsradius. Umso wichtiger ist es, das Netz an komfortablen und sicheren Radwegen auszuweiten. Deshalb gewinnt im ADFC die Verkehrspolitik immer mehr an Bedeutung. Allerorts versprechen uns Politiker das Blaue vom Himmel herunter. Allein die Taten sucht man vergeblich. Wenn in unserem Landkreis auch hier und da ein neuer Radweg entstanden ist (Schlaifhausen-Dietzhof, Hallerndorf-Stiebarlimbach, Stiebarlimbach-Schnaid), viele Planer und Behördenmitarbeiter haben immer noch in erster Linie das Auto im Kopf. Bei unseren Besuchen im Landratsamt, in Gesprächen mit dem Landrat oder dem Leiter des Tiefbauamtes sind wir letztendlich mit unserer wirklich harmlosen Forderung, die Ränder von Radwegen zu markieren, immer nur auf Ablehnung gestoßen. Das Gleiche gilt für die im STadtgebiet von Forchheim zuständige Verkehrsbehörde. Keinerlei Entgegenkommen!

Der Markt Eggolsheim zeigt, dass es auch anders geht. So stellen wir uns die Radwege vor. Hier der neue Radweg zum Bahnhof nach Neuses.

Wer glaubt, mit selbstfahrenden Elektroautos wird alles besser, der irrt. Blech bleibt Blech! Um vom Auto wegzukommen und auf das Fahrrad umzusteigen, dafür benötigen wir eine sichere und komfortable Infrastruktur, die zum Radfahren einlädt. Dann steigen auch die aufs Rad, die bislang noch zögern. Und es sind nicht wenige, die zwar gerne umsteigen würden, sich aber angesichts der derzeitigen Mängel bei der Radwegeinfrastruktur nicht trauen.

Nicht zuletzt käme das auch den öffentlichen Verkehrsmitteln zugute. Wem die gesamte Strecke zum Ziel zu weit ist, fährt mit seinem Fahrrad zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle. 200 Mal im Jahr auf dem Weg zur Arbeit und wieder zurück im Stau stehen, das macht doch keinem Spaß. Da helfen auch noch so starke Motoren und großdimensionierte Geländefahrzeuge nicht weiter. Dafür braucht es aber gute Zuwege und sichere Abstellanlagen.

Diesen Zielen fühlt sich der ADFC verbunden. Der Weg ist mühsam und es bedarf vieler kleiner Schritte. Vielleicht finden wir in der neuen Staatsregierung offenere Ohren. Immerhin stammt unser neuer Umweltminister aus Forchheim und auch im Verkehrsausschuss finden sich die Namen einiger Politiker aus unserer Region. Auf die werden wir auf jeden Fall zugehen.

Zurückblickend haben wir vor Ort trotz zahlreicher Kontakte nicht viel erreicht. Immerhin nimmt man uns verstärkt wahr, so dass Hoffnung besteht. Momentan sind die Randmarkierungen an den Radwegen immer  noch unser Hauptthema, da wir bei diesen den geringsten Gegenwind erwarten. Sie kosten fast nichts, beeinträchtigen niemanden und erhöhen deutlich die Sicherheit beim Fahren im Dunkeln. Wer sich unsere Liste mit über 40 Argumenten ansachauen will, hier ist sie.

Wir wünschen uns allen für 2019 alles Gute und lassen uns nicht entmutigen.

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Der neue München-Nürnberg-Express

Deutschlands schnellster Nahverkehrszug wird durch einen Nachfolger abgelöst, den der Arbeitskreis „Fahrrad & ÖV“ des Landesverbandes endlich besichtigen konnte. Ergebnis: Nicht sehr tauglich für die Radmitnahme. Er hat zwar fünf Wagen mit Radmitnahme, aber die sind nur durch einen gerade einmal 64 cm breiten Gang erreichbar. Messen Sie doch einmal Ihren Lenker nach, ob der durchpassen würde…

Den München-Nürnberg-Express auf der Neubaustrecke gibt es seit 10 Jahren. Bisher fahren dort umlackierte Intercity-Züge. Die sind in die Jahre gekommen und sie sollen durch doppelstöckige Züge abgelöst werden. Doppelstockwagen, die Begegnungen in Hochgeschwindigkeits-Tunneln aushalten, gab es auf dem gesamten Weltmarkt nicht. Sie mussten erst entwickelt werden. Und die Schattenseite sind die nur 64 cm breiten Gänge. Auch sonst verlangt der Zug dem Radler einige „Rangierkünste“ ab: Das Rad muss eine Rampe herunter und dann rückwärts in die Parkposition geschoben werden. Das Aussteigen verläuft umgekehrt, ein Wenden des Rades ist fast unmöglich. Noch fährt dieser Zug nicht. Er soll im Laufe des kommenden Jahres eingeführt werden. Auf die praktische Erfahrung sind wir sehr gespannt.

Hier muss man vor und zurück rangieren und der Gang links im Bild ist 64 cm schmal!

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Typisierung der Radfahrer

In einer Studie von Roger Geller, der sich in Portland (USA) mit dem Radverkehr beschäftigt, hat vier Typen von Radfahrenden bzw. Radfahrwilligen oder -unwilligen untersucht mit folgendem Ergebnis:

Weniger als ein Prozent, die so genannten "Hardcore-Radler", lassen sich nicht beirren und fahren immer. "Wir brauchen das alles gar nicht, wir kommen auch so zurecht."

Sieben Prozent fahren, wenn die Bedingungen günstig sind.

60 % würden zwar gerne das Rad benutzen, haben jedoch Bedenken.

Und der Rest will einfach nicht.

Um diese 60 % geht es uns. Da liegt das Potenzial! Ihretwegen müssen wir uns verkehrspolitisch engagieren und eine bessere Radinfrastruktur einfordern. Nur dann werden sie umsteigen.

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DIN-Vorschrift für Barrierefreiheit

Die DIN 18024-1 regelt die barrierefreie Gestaltunge von Verkehrswegen. Jeder von uns kennt diese Markierungen:

Interessant für uns sind die Bordsteinabsenkungen. Für Rollstuhlfahrer (Sperrfeld) sind sie auf Null (!) abzusenken. "Bord 0 cm". Wer hätte das gedacht. Werden doch auch neue Übergänge mit den überholten 3cm-Kanten ausgeführt, wie hier etwa bei der Globus-Einfahrt:

Sechs Kanten müssen dort überfahren werden! Und jedes Mal erhält man einen kräftigen Schlag. Wer schon einmal eine Kalkschulter hatte, kennt vielleicht den Begriff der Stoßwellentherapie. Hier gibt es die kostenlos!

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Der Irrgarten von Neu-Ulm

Was man sich so alles einfallen lässt: ein Irrgarten in Neu-Ulm

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Der richtige Abstand

Immer wieder wird man viel zu dicht überholt. 1,50 m sollte der Abstand zwischen äußerer Begrenzung des Fahrrads und einem Auto mindestens sein. Und als Radfahrer muss man sich zudem von parkenden Autos fernhalten. Wenn da plötzlich die Tür aufgeht, witrd's gefährlich. Erst kürzlich stürzte deswegen jemand auf die Fahrbahn und wurde von einem PKW überrollt. Eine Poolnudel kann hier das richtige Zeichen sein.

Der ADFC-Radebeul (bei Dresden) hat da schon mehr erreicht. Eine ganz offizielle Hinweistafel zeigt hier den Autofahrern das richtige Verhalten an.

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Gehweg für Radfahrer frei?

Ganz beliebt sind diese Gehwege:

Natürlich freuen wir uns, wenn wir hier fahren dürfen und nicht auf die Straße müssen. Eine Benutzungspflicht gibt es hier nicht, aber was schreibt die StVO da eigentlich vor?

"Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs für eine andere Verkehrsart erlaubt, muss diese auf den Fußgängerverkehr Rücksicht nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrverkehr warten; er darf nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren."

Der letzte Satz ist es: Schrittgeschwindigkeit!

Und wieviel ist das? Da gehen die Meinungen bei Gericht auseinander. Manchmal 10 km/h, oft aber nur 6 km/h. Mit 6 km/h kann man kaum das Gleichgewicht halten und ist im wahrsten Sinn des Wortes mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs. Da kann man also gleich zu Fuß gehen.

Und ob man diese Geschwindigkeit ständig einhalten muss, ist ebenfalls umstritten. Auf jeden Fall ist eine solche Regelung, wenn man sie wortwörtlich interpretiert, einfach Mist. Sie ersetzt keinen richtigen Radweg.

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Neues Licht an Radwegen

Gerade rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit sind sie fertig geworden: Beleuchtungen an zwei Radwegen in Neunkirchen, und zwar am Radweg von Neunkirchen nach Hetzles und am Radweg nach Großenbuch. Die LED-Lampen wirken zwar aus der Ferne ein bisschen dunkel, da sie zur Seite gut abgeschirmt sind und nicht blenden.

Aber die Wege werden gut ausgeleuchtet. Sie erzeugen ein sehr angenehmes Licht, das nicht nur den Radfahrenden zugute kommt, sondern auch Joggern, Hundeausführern, eben allen, die sich auf diesen Wegen bewegen

Der Marktgemeinde Neunkirchen am Brand gebührt Dank für diese Investitionen.

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Dynamische Beleuchtungen

Auch wenn LED-Leuchten wenig Strom benötigen, so fragt sich doch mancher, ob denn das Licht an Radwegen die ganze Nacht brennen muss. Eine Möglichkeit, das zu vermeiden, wären dynamische Straßenbeleuchtungen. Dynamisch heißt, dass die Lampen nur dann eingeschaltet bzw. hochgefahren werden, wenn Licht benötigt wird, wenn also jemand z.B. auf einem Radweg daher kommt.

Auf diese Weise haben die Radfahrer genügend Licht, und zwar genau dann, wenn sie es brauchen. Und nachtaktive Tiere - vielleicht auch Menschen in der Nachbarschaft - werden nicht belästigt. Eine geniale Idee dank moderner LED-Technik.

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Besonders interessieren wir uns zudem für positive aber auch negative Beispiele aus der Welt des Radverkehrs. Wenn Sie also etwa im Urlaub sehen, wie das Radfahren anderswo gefördert wird, schicken Sie uns einen kurzen Bericht. Dazu womöglich auch noch Bildmaterial.

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