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Tag der Verkehrssicherheit

Am 15. Juni findet bundesweit der "Tag der Verkehrssicherheit" statt. Der ADFC Forchheim veranstaltet hierzu eine Demonstration, bei der unter anderem auf den richtigen Abstand zwischen Kraftfahrzeug und Radfahrenden beim Überholen hingewiesen werden soll. Näheres hier.

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Demo mit der Abstands-Noodle

Autofahrer überholen uns oft zu knapp. Der vorgeschriebene Mindestabstand beträgt 1,50 m.

Abstand beim Überholen: Mindestens 1,50 m!


Um das zu veranschaulichen machen wir am Tag der Verkehrssicherheit eine Ausfahrt mit Schwimm-Nudeln. Damit kann man den richtige Abstand anzeigen. Und sollte es trotzdem zu einer Berührung kommen, passiert nichts.

Demonstration am Samstag, den 15. Juni 2019

Beginn um 11:00 Uhr auf dem Rathausplatz


Jeder kann teilnehmen! Für uns ADFCler sollte das eine Selbstverständlichkeit sein. Schwimmnudeln und kleine Plakate zum Anheften stellen wir zur Verfügung. Wir fahren genau dort, wo wir immer wieder riskant überholt werden. Auf der Piastenbrücke lassen wir das Ganze dann ausklingen. Dort werden wir mit weißer Kreide markieren, wieviel Platz wir Radfahrer brauchen und wollen.

Wir wollen auch besonders als ADFC in Erscheinung treten. Wer also ein ADFC-Poloshirt hat oder eine ADFC-Warnweste oder einen Wimpel oder eine Fahne oder . . . , soll diese anziehen bzw. mitbringen.

Wir hoffen auf rege Beteiligung. Nur wer sich zu Wort meldet, wird auch gehört.

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In diesem Newsletter:
>   Tag der Verkehrssicherheit
>   Demo mit der Abstands-Noodle
>   "Piasten"-Brücke (Forchheim)
>   Gespräch mit der CSU-Stadtfraktion
>   Eggolsheim - Neuses
>   Der Minister hat geantwortet
>   Petition für Abbiegeassistenten
>   Knolle statt Knöllchen
>   Wirtshausparker
>   Radverkehrskongress
>   Schlafende Ampeln?
>   Kreuzungsdesign
>   Stress auf Radwegen
>   Radeln mit Annelie (10 Monate)
>   MDR-Klau-Video
>   Klimaversprechen
>   Paris verbietet E-Scooter
>   Das neue Grün
>   Radfahrer beeinflussen Ampeln
>   Feedback
>   Datenschutz, Abmeldung
"Piasten"-Brücke (Forchheim)

Im Zuge des mehrgleisigen Ausbaus der Bahnstrecke München-Berlin ersetzt die Bahn die sogenannte "Piasten"-Brücke in Forchheim. Das Bild zeigt den aktuellen Planungsstand im Querschnitt.

Wie man sieht, sind dort lediglich Gehwege und kein Radweg vorgesehen. Dies wurde von der Stadt Forchheim moniert. Eine Umgestaltung der Brücke wäre allerdings mit erheblichen Kosten verbunden, da die Planung im Grunde völlig neu aufgezogen werden müsst, unter anderem auch Neuberechnungen der Statik. Die Bahn wäre dazu bereit, wenn die Stadt Forchheim die Kosten übernehmen würde, die im sechsstelligen Bereich liegen.

Wer hier nun etwas versäumt und übersehen hat, sei dahingestellt. Es wäre aber sicher ein Schildbürgerstreich eine Brücke neu zu errichten, bei der sich die Radfahrenden die Fahrbahn mit dem Kraftverkehr teilen müssen.

Seitens der SPD-Stadtratsfraktion wurde als Notlösung vorgeschlagen, an Stelle zweier Gehwege einen 3,50 m breiten Weg auf nur einer Seite für Fußgänger und Radfahrer in beiden Richtungen zu errichten. Außerdem könnte man die "Abkommenssicherungen" aus Beton durch solche aus Metall (Leitplanken?) ersetzen, was ein paar Zentimeter brächte.

Wir haben das Problem bei einem Seminar der Deutschen Fahrradakademie in Augsburg vorgeschlagen, wo zahlreiche Vertreter aus Bauämtern, Straßenverkehrsbehörden bzw. Ordnungsämtern bundesweit anwesend waren.

  • Die Idee, an die neue Brücke seitlich (leichte) Radwege anzuhängen, sei zwar möglich, aber doch recht kompliziert.
  • Die hohen Kosten für Umplanung wurden in Zweifel gezogen.
  • Die Variante mit einem einseitigen, breiten Weg ist nicht ganz abwegig.
  • Falls die Radfahrenden tatsächlich auf der Straße fahren sollen, müssten Schutzstreifen angebracht sowie die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt werden.

Unsere Vorstandsmitglieder Frank Wessel und Gerhard Krahl haben dieses Brückenproblem auch beim Gespräch mit der CSU-Stadtratsfraktion ausführlich diskutiert. Eine Lösung war nicht in Sicht.

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Gespräch mit der CSU-Stadtfraktion

Frank Wessel und Gerhard Krahl vom Forchheimer ADFC-Vorstand folgten einer kurzfristigen Einladung der Forchheimer CSU-Stadtratsfraktion am 6. Mai. Sie konnten dort ihre Vorstellungen zum Radverkehr in Forchheim vortragen. Das Gesprächskonzept finden Sie hier. Es wurde allen Teilnehmern ausgehändigt.

Vor allem die Problematik um die Piastenbrücke wurde ausgiebig diskutiert, eine Lösung letztendlich nicht gefunden. Die CSU-Stadträte zeigten sich durchaus offen für einige Anliegen des ADFC. Zum Teil sind diese in einen Antrag der CSU-Fraktion an den Stadtrat eingeflossen.

Eine grundsätzliche Anmerkung zur ADFC-Tätigkeit soll nicht fehlen:

Der ADFC legt großen Wert auf seine parteipolitische Unabhängigkeit. Was die Verkehrspolitik angeht, also insbesondere Verbesserungen in die Radverkehrsinfrastruktur, so führt er gerne den Dialog mit allen, die dies wünschen.

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Eggolsheim - Neuses

Wir freuen uns: Radfahrer müssen an dieser Unterführung nicht mehr - wie bisher - absteigen. Geht doch!

Der Minister hat geantwortet

Wir erinnern uns: Beim ADFC-Mittagsgespräch haben wir unserem Verkehrsminister Hans Reichhart ein Schreiben überreicht, wo wir um die Verbindlichmachung der ERA gebeten haben, insbesondere um weiße Randmarkierungen an fahrbahnbegleitenden Radwegen.

Inzwischen haben wir eine Antwort aus dem Innenministerium!

Lang und breit werden wir zunächst mit juristischen Überlegungen zugemüllt überhäuft. Die ERA sind halt nur eine Empfehlung für den Neubau(!) von Radwegen und eben nicht allgemein verbindlich. Und wenn Radfahrer vom Weg abkommen, das Gleichgewicht verlieren und stürzen, was soll's. Erst kürzlich hat eine Radfahrerin in Uttenreuth bei einem Sturz Frakturen am Kopf und am Becken davongetragen.

Eine gewisse Krönung erfahren die ministeriellen Ausführungen durch eine Diskussion der Farben, mit denen man einen Radweg markieren könnte bzw. nicht. Wir haben's mal mit rosa ausprobiert.

Dass ein Minister unter solch ein Schreiben seine (Automaten-) Unterschrift setzt, ist schon bemerkenswert. Das Schreiben finden Sie hier.

Das Rezo-Video "Die Zerstörung der CDU", wo Aussagen zur Klimapolitik dem tasächlichen Handeln gegenübergestellt werden, hat bei den "Altparteien" doch ziemlich eingeschlagen. So etwas sollte man auch einmal für den Radverkehr aufziehen. Was haben die zahlreichen Versprechungen und Lobhudeleien letztendlich gebracht? Hier die neuesten Ausführungen von Innenminister Herrmann.

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Petition für Abbiegeassistenten

So etwas wie dieser Unfall am 20. Mai darf einfach nicht mehr passieren. Abbiegeassistenten will unser Verkehrsminister erst verbindlich vorschreiben, wenn sich alle europäischen Länder auf eine gemeinsame Norm geeinigt haben. Das kann noch Jahre dauern! Warum nicht sofort? In zahlreichen Ländern gibt es für alles mögliche Sondervorschriften.

Beteiligen Sie sich an dieser Petition. Vielleicht hilft es etwas: Abbiegeassistenten zur Pflicht machen

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Knolle statt Knöllchen

Parken auf Geh- und Radwegen muss weh tun. Deswegen fordert ein Bündnis aus diversen Verbänden ein Bußgeld von 100 € statt wie bisher 20 €. Wer eine Petition zu dieser Forderung unterstützen will, kann das hier tun.

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Wirtshausparker

Obwohl im Gemeinderat von Hetzles für diese Stelle ein Haltverbot beschlossen worden ist, hat sich bislang noch nichts getan. Solche Schilder sind offensichtlich schwer zu bekommen. Nach wie vor möchten manche halt gleich bis in Wirtshaus hinein fahren.

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Radverkehrskongress

Am 13,/14. Mai fand in Dresden der Nationale Radverkehrskongress statt.

Im Internet stehen einige recht sehenswerte Präsentationen zum Download bereit.

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Schlafende Ampeln?

In der Tat, es gibt sie. In Freiburg!

Bisher kannten wir bei uns nur sogenannte Dunkelampeln, vorwiegend an Rechtsabbiegerspuren: Für den Autoverkehr dunkel, für Fußgänger und Radfahrer jedoch Dauerrot. Da muss man prinzipiell immer warten, auch wenn weit und breit kein Auto kommt. Ein Ärgernis!

Besser ist da schon eine "schlafende" Ampel, die in allen Richtungen dunkel ist. Sie wird nur von denen in Betrieb gesetzt, die das wirklich benötigen.

In Forchheim gibt es viele Stellen, wo das sinnvoll wäre. Besonders an den großen Kreuzungen mit den vielen Abbiegerspuren.

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Kreuzungsdesign

Auf einer Seite der Stadt Darmstadt finden sich einige interessante Aspekte zum Design von Kreuzungen, wie es vorwiegend in den Niederlanden praktiziert wird.

Wer im Urlaub - auch ohne mit Fahrrad unterwegs zu sein - genauer darauf achtet, wird feststellen, dass es in einigen Ländern so gefährliche Verkehrssituationen wie bei uns gar nicht gibt. In den Niederlanden oder in Skandinavien wird Radfahrern wesentlich mehr Respekt entgegengebracht. Neuerdings auch in London oder Madrid. Frankreichs Kreisverkehre sind geradezu legendär. Wenn Sie Lust dazu verspüren, dürfen Sie uns gerne eigene Beispiele nennen, am besten mit Fotos.

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Stress auf Radwegen

Ebenso wie man die Radfahrenden kategorisieren kann (Furchtlose, Begeisterte, Interessierte, Hoffnungslose), macht man das auch bei Radwegen: LTS = Level of Traffic Stress

Man unterscheidet dabei vier Kategorieen:

Zu den Kritierien gehört dabei vor allem, ob man auf einem eigenen Radweg fahren kann oder im Mischverkehr fahren muss und dann noch die dabei erlaubte Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge.

Die Klassifizierung einer Verbindung für Radfahrende richtet sich dabei immer nach der schlechtesten Kategorie. Denn was nützt ein Weg mit LTS 2, wenn mittendrin ein Stück mit LTS 4 auftaucht.

Es ist genau wie beim Schulweg, wenn mittendrin eine verkehrsreiche, gefährliche Straße überquert werden muss. Niemand wird sein Kind dort laufen oder fahren lassen.

In den Niederlanden wird für Radverbindungen grundsätzlich LTS 2 angestrebt, d.h. man wendet sich an die knapp 70 % in der Bevölkerung, die gerne das Rad benutzen würden, wenn sie eine entsprechende Infrastruktur vorfänden. Inwieweit unsere hiesigen Zuständigen so etwas berücksichtigen, wissen wir nicht.

Machen Sie doch einfach mal selbst den Test und kategorisieren Sie die einzelnen Abschnitte der Strecke, die Sie gerne fahren würden. Über Rückmeldungen würden wir uns freuen.

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Radeln mit Annelie (10 Monate)

Das haben wir aus dem Newsletter des ADFC Nürnberg.

Mein Name ist Annelie. Ich bin 10 Monate alt. Jeden Tag werde ich von meinen Eltern in die Kita gebracht. Da wir auf ein Auto verzichten, fahre ich im Fahrradanhänger mit. Ich liebe es, die Welt aus dieser Perspektive zu entdecken. Allerdings ist die alltägliche Fahrt eine große Herausforderung für uns drei.

Kurz nachdem wir von zuhause los sind, folgt ein enger Gleisübergang, dort muss mich meine Mama mehrmals von Hand schieben und nachrücken. Öfter bleibe ich zwischen den Absperrungen hängen, sodass wir auf die Hilfe von vorbeilaufenden Passanten angewiesen sind. Andere Kinder, die mit ihren Geschwistern transportiert werden, haben noch mehr zu kämpfen: der breite Anhänger muss abgekoppelt und über den Bahnübergang geschoben werden.

An der großen Kreuzung passen wir nicht richtig auf den Fahrradweg, denn die Spur ist einfach zu eng und meistens von Lieferdiensten oder parkenden Autos zugestellt.

Hinter der Kreuzung verschwindet der rot-markierte Fahrradweg und wir befinden uns mitten auf der großen Straße zwischen schmutzigem Blech, dessen Abgase direkt in meinen Anhänger gepustet werden.

Kurz vor der Kita überqueren wir noch eine Landstraße mit einer “Querungshilfe”. Diese können wir jedoch nicht nutzen, weil sie für uns zu schmal ist. Daher wartet meine Mama immer, bis ein Autofahrer anhält, damit wir über diese zweispurige Straße fahren können. Dies kann aber länger dauern…

Fahrradfahren macht richtig Spaß, es ist gesund und schützt das Klima. Aber in unserer Stadt ist Fahrradfahren eher ein richtiges Abenteuer.

MDR-Klau-Video

Im MDR gab es letzthin eine Sendung zum Fahrradklau.

Interessant ist, was es da so an passendem Werkzeug gibt. Zum Beispiel die Akkuflex von Bosch für knapp 100 €, die sich gut im Ärmel verstecken lässt. Da wird selbst das stärkste Schloss schwach. Am besten hat man ein altes unattraktives Fahrrad, das man neben einem neuen abstellt. Nein, das ist nicht unser Ernst!

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Klimaversprechen

Einen Klimawandel hat es auch bei den Europawahlen gegeben. Die "Altparteien" haben schwer eins draufgekriegt, den Grünen kam's zugute. Gerade die jungen Leute erwarten Ergebnisse.

Und die, die heute freitags auf die Straße gehen, werden beim nächsten Mal auch mitwählen können. Dass von Politikerversprechen nicht viel zu halten ist, kennen wir Radfahrer zur Genüge. Viele freundliche Worte, aber "hinten" kommt nur wenig raus. Konkret merken wir das bei unserer Forderung nach Randmarkierungen an Radwegen.

Paris verbietet E-Scooter

Nicht nur der Spiegel hat darüber berichtet: In Paris dürfen Elektroroller nicht mehr auf Gehwegen fahren.

Bei uns werden sie die Radwege unsicher machen. Sofern sie denn darauf zurechtkommen! Mit ihren kleinen Rädern werden sie schnell Probleme an den zahlreichen Stolperstellen kriegen und dann lieber auf die Gehwege ausweichen. Man darf gespannt sein, wie sich das alles entwickeln wird. Auf dem Radweg zwischen Neunkirchen und Hetzles wurde schon ein Segway gesichtet.

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Das neue Grün

Sind das die neuen Grünstreifen, die wir demnächst öfters sehen werden? Hier an der B14 zwischen Hersbruck und Lauf.

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Radfahrer beeinflussen Ampeln

Für Kraftfahrzeuge an vielen Stellen im Einsatz: Induktionsschleifen, die eine Ampel auf Grün schalten. Bei Radfahrern könnte das mit Dtetektoren funktionieren, die auf Wärme reagieren.

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Feedback

Wenn Sie eine Anregung für unseren Newsletter haben oder uns einen Kommentar übermitteln wollen, so verwenden Sie bitte diesen Link.

Besonders interessieren wir uns zudem für positive aber auch negative Beispiele aus der Welt des Radverkehrs. Wenn Sie also etwa im Urlaub sehen, wie das Radfahren anderswo gefördert wird, schicken Sie uns einen kurzen Bericht. Dazu womöglich auch noch Bildmaterial.

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Datenschutz, Abmeldung

In unserer Liste der Newsletterbezieher haben wir folgende Daten registriert:

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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Forchheim e.V.
Dreikirchenstraße 21
91301 Forchheim

 

Tel. 09191 / 67640

 

Vorstand@ADFC-Forchheim.de

 

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