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In diesem Newsletter:
>   Achtung! Terminänderung!
>   Critical Mass
>   Kumpel Andi
>   Vormerken: Parking Day
>   Engstelle Bayreuther Straße wurde beseitigt
>   Radweg Rettern - Weilersbach
>   Gefährliche Fräskante
>   Straßenbauamt hat geantwortet
>   Grüne Stadträte sprechen mit dem ADFC
>   Mit dem Rad zur Schule
>   Fahrradmitnahme neu geregelt
>   Mit dem Landrat auf Tour
>   Radverkehrskonzepte
>   Neunjähriger Radfahrer übersehen und niedergefahren
>   Ablass 2.0
>   Für meinen SUV nur das Beste
>   Gehweg Radfahren frei
>   Des Kaisers neue Kleider
>   Hitzerekorde
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Achtung! Terminänderung!
Die Tour zum "Tag des offenen Denkmals" am 8. September startet erst um 10:00 Uhr, also eine Stunde später als im Tourenheft ausgewiesen.

 

Critical Mass

Mit dem Radfahren hat das zunächst nichts zu tun. Der Begriff der "kritischen Masse" stammt aus der Kernphysik und interessiert vor allem Leute, die eine Atombombe bauen wollen.

Im Straßenverkehr geht es um etwas anderes: Nach §27 StVO haben "Verbände" Sonderrrechte. Bei Radfahrenden besteht ein Verband aus mindestens 16 Teilnehmern. Das ist also die kritische Masse. Wobei man "kritisch" auch aus dem Wort "Kritik" ableiten kann.

Als Verband darf man auf der Straße nebeneinander fahren und kann benutzungspflichtige Wege ignorieren. Wenn das vordere Ende eines geschlossenen(!) Verbandes bei Grün über eine Ampel fährt, darf der Verband bis zum letzten Teilnehmer weiterfahren, auch wenn die Ampel zwischenzeitlich auf Rot geht. Wenn ein Verband, was gelegentlich vorkommt, aus 2000 Teilnehmern besteht, kann sich das hinziehen.

Im Rahmen der Critical Mass - Bewegung finden inzwischen bundesweit regelmäßig solche Ausfahrten statt, und zwar jeweils an einem bestimmten Freitag eines Monats. Die Treffen sind rein zufällig, niemand tritt als Veranstalter auf, jeder ist für selbst verantwortlich.

Wollen wir doch einmal sehen, ob sich am Freitag, den 6. September tatsächlich rein zufällig engagierte Radfahrer um 18:00 Uhr auf dem Paradeplatz einfinden werden. Wir sind gespannt.

Kumpel Andi

Zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt ist am 14. September eine Großdemonstration geplant. Sie richtet sich natürlich an unseren Verkehrsminister.

Nähere Infos gibt es hier.

Bei Bedarf können wir uns seitens des ADFC Forchheim um die Fahrt nach Frankfurt kümmern. Die Idee:

Von Forchheim nach Bamberg mit dem Tagesticket - Plus für 12,90 € / 2 Personen.

Von Bamberg nach Frankfurt mit dem Main - Spessart - Frankfurt - Ticket für 66 € / 5 Personen.

Bei 10 Teilnehmern wären das also 5 x 12,90 € + 2 x 66 € = 196,50 € bzw. 19,65 € / Person.

Interessenten melden sich über unseren Feedback-Link, so dass wir schon mal planen können.

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Vormerken: Parking Day

Heuer ist am 20. September der internationale Parking Day, an dem weltweit besondere Aktionen stattfinden. Wenn möglich, wird auch der ADFC Forchheim hier etwas veranstalten. Über Ideen unter unserem Feedback-Link freuen wir uns. Einfach mal ein Parkplatz umgestalten!

Engstelle Bayreuther Straße wurde beseitigt

Diese Engstelle an der Bayreuther Straße gehört der Vergangenheit an. Ohne den langen Weg durch die Behörden abzuwarten, wurde der Weg auf der linken Seite erweitert. Bei aller Freude bleibt schleierhaft, wie man so etwas planen und bauen kann.

Radweg Rettern - Weilersbach

Das Ingenieurbüro Weyrauther, Bamberg plant im Auftrag des Landkreises Forchheim die Errichtung eines Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße FO 11 zwischen Rettern und Weilersbach.

Am Ortsausgang Rettern verläuft der geplante Weg auf der Ostseite in Weiterführung des bestehenden Gehweges beim Café Vasold. Kurz nach dem gegenüber einmündenden Feldweg ist die erforderliche Auffahrt für die Radfahrer mit einer in die Fahrbahn eingebauten Querungshilfe vorgesehen.

Die Grundstücksverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, sodass ein Ausführungszeitraum nicht genannt werden kann.

Der Marktgemeinderat von Eggolsheim befürwortete die Maßnahme mit 17:0 Stimmen, ein Zeichen, dass die Radwegeförderung parteiübergreifend immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Eine Weiterführung in Richtung Bammersdorf, zumindest bis zur Feldwegeinfahrt nach Serlbach (ca. 300 m), wird zwar immer wieder gefordert, wird aber vom Landkreis derzeit nicht vorgesehen.

Wir haben den Landrat nochmals in dieser Richtung angesprochen. Seitens des Tiefbauamtes wurde die Sache leider abschlägig beschieden.

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Gefährliche Fräskante

Ui je! Das kann bös enden. Wer da einfädelt und stürzt, kann sich ganz schön ruinieren. Gesehen in Forchheim einschließlich dieser Beschilderung:

Gleich absteigen! So soll es sein.

Die Kanten an den Radwegen draußen in der Landschaft dürften genauso gefährlich sein, weswegen wir schon lange Randmarkierungen fordern. Unser Landrat sieht das anders - und macht nichts.

Straßenbauamt hat geantwortet

Was lange währt, wird endlich gut!

Am 11. März haben wir das Staatliche Bauamt Bamberg angeschrieben und um die Beantwortung etlicher Fragen gebeten. Nun ist die Antwort eingetroffen, zwar nicht in allen Punkten zufriedenstellend, aber wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben.

Grüne Stadträte sprechen mit dem ADFC

Auf Einladung der Fraktion Grüne/FGL trafen sich drei unserer Vorstandsmitglieder mit mehreren Stadträten, um ihre Vorstellungen zu Verbesserungen der Forchheimer Infrastruktur darzulegen. Dabei zeigte sich, dass die Stadträte keineswegs über alle Planungen der Verwaltung informiert waren. Hier ist wohl mehr Transparenz vonnöten. Der ADFC Forchheim ist wie der gesamte ADFC parteipolitisch neutral, nimmt aber für jede Möglichkeit des Kontaktes zu politischen Entscheidungsträgern gerne wahr. So lassen sich leicht Informationsdefizite beseitigen und wir können unsere Anregungen vorbringen.

Mit dem Rad zur Schule

Da sind wir noch am Arbeiten. An den weiterführenden Schulen möchten wir bei den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen dafür werben, für den Schulweg soweit wie möglich das Fahrrad zu benutzen. Ohne Mithilfe der Eltern wird das nicht funktionieren. Die Gymnasien in Forchheim bzw, Ebermannstadt und die Realschule stehen der Idee aufgeschlossen gegenüber.

Fahrradmitnahme neu geregelt

Seit dem 1. August  sind bei der Bahn neue Beförderungsbedingungen in Kraft. Die wichtigsten Neuerungen für Radfahrer:

  • Der Radfahrer muss in der Lage sein, das mitgeführte Rad ohne fremde Hilfe in den Zug zu laden.
  • Wie bisher können Pedelecs bis 25 km/h mitgenommen werden, neu ist, dass die Akkus während der Bahnfahrt nicht vom Fahrrad entfernt werden dürfen.
  • So genannte „Schnelle Pedelecs“, also zulassungspflichtige Pedelecs, die mehr als 25 km/h schaffen, bleiben von der Beförderung ausgeschlossen.
  • Neu ist, dass auch Lastenräder ausgeschlossen werden. Gegen diesen Punkt wird der ADFC sich wahrscheinlich beschweren, da Lastenräder, Radmitnahme in der Bahn und auch die Kombination von beidem wichtiger Bestandteil eines autofreien Lebens sein können, ja, dieses sogar erst ermöglichen können.

Gegen diese Neuerung gibt es bereits eine Petition.

Dies alles wurde ohne jede Absprache mit dem ADFC eingeführt, obwohl die Bahn einst einen „Mobilitätspakt“ mit dem ADFC geschlossen hat. Ob sich die Bahn daran noch erinnert?

Hier sind neuen Bestimmungen. Für uns ist das Kapitel A8 wichtig. Dazu der Kommentar vom ADFC-Bundesverband.

Mit dem Landrat auf Tour

Wie schon in den Vorjahren wollen wir unseren Landrat zu einigen Stellen im Landkreis führen, wo wir Lösungen und Verbesserungen erwarten. Trotz gewisser Enttäuschungen und Frusterlebnisse sind wir guter Hoffnung, dass vielleicht dieses Mal einige unserer Anregungen ihren Niederschlag finden werden. Vielleicht sind die Kommunalwahlen 2020 dabei hilfreich.

Es soll in den südlichen Teil des Landkreises Forchheim gehen. Wir planen unsere Tour ausgehend vom OBI-Parkplatz über Kersbach, Poxdorf, Langensendelbach in den Neunkirchener Raum, u.a. nach Rosenbach und Dormitz. Obwohl der Radweg durch Weiher im Landkreis Erlangen liegt, muss er als mustergültig bezeichnet werden. Genau das Gegenteil finden wir in Dormitz, wo man auf der Hauptstraße sein Leben riskiert und sich nur "Hartgesottene" zu fahren trauen. In Neunkirchen werden wir die Situation an der Erlanger Straße vorführen, wo seit Jahren nichts für unsere Sicherheit geschieht. Wenn man auf künftige Umgehungsstraßen verweist und glaubt, alles so lassen zu können wie es ist, so ist das einfach peinlich.

Radverkehrskonzepte

Wir haben bayernweit alle ADFC-Kreisverbände angesprochen mit der Bitte um Informationen über die diversen Radverkehrskonzepte. Den derzeitigen Stand der Rückmeldungen zeigt diese Tabelle:

Grundsätzlich muss man leider sagen: Auch wenn Radverkehrskonzepte vorliegen - für die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahradfreundlicher Kommunen (AGFK) sind sie Voraussetzung - so verläuft die Umsetzung doch eher zögerlich. Das muss sich ändern!

Nebenbei bemerkt: Im Landkreis Forchheim glaubt man, ohne ein spezielles Radverkehrskonzept auszukommen. Im Bereich der Stadt gibt es nun immerhin eine Radverkehrsbeauftragte. Mit ihr soll die vor langer Zeit entschlafene AG-Rad wieder belebt werden. Der ADFC ist natürlich mit von der Partei. Man darf gespannt sein, ob da etwas vorangeht.

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Neunjähriger Radfahrer übersehen und niedergefahren

Nicht selten enden Radwege einfach und man muss sich die Straße mit dem Autoverkehr teilen. So hier an der B2 zwischen Weißenohe und Forth, wo sich an der Grenze von Ober- und Mittelfranken die Zuständigkeiten ändern (Staatliche Bauämter Bamberg bzw. Nürnberg) und der Weg nicht fortgesetzt wurde. Erst wenn (in ferner Zukunft) die Umfahrung von Forth gebaut wird,soll der Weg weitergebaut werden.

In der letzten Ausgabe des SPIEGEL (Nr. 35) wird über den Verkehrstod eines Neunjährigen berichtet. Eine betagte Autofahrerin (85) war wohl durch den Gegenverkehr abgelenkt bzw. überfordert. Sie wollte auf einer schnurgeraden Bundesstraße eine Familie überholen, die mit Fahrrädern vorschriftsmäßig am rechten Straßenrand fuhr. Die Autofahrerin fuhr mit voller Geschwindigkeit in die Gruppe, wo sie den letzten Radfahrer tödlich verletzte. Er starb noch an der Unfallstelle.

Dieser tragische Unfall zeigt wieder einmal, in welcher Gefahr Radfahrer schweben, die zusammen mit dem Autoverkehr auf der Straße fahren müssen. Radwege enden plötzlich und keiner weiß, wie es weitergeht. Natürlich trifft in diesem Fall die Autofahrerin die Schuld, aber was hilft es dieser Familie.

Grundsätzlich kann es einfach nicht sein, dass man als Radfahrer auf das fehlerfreie Verhalten von Autofahrern angewiesen ist, sein Schicksal sozusagen in deren Hände gibt. Im Auto gibt es vielfältige Möglichkeiten der Ablenkung: Das Anzünden einer Zigarette, Manipulationen an Radio oder Navi, das "Klingeln" des Smartphones, eine verirrte Wespe, krakelende Kinder auf der Rückbank usw. usw. Der kleinste Fehler kann für den Radfahrer tödlich sein. Wir brauchen einfach Wege abseits vom Autoverkehr!

Und woher nehmen wir den Platz dafür? Gibt's genug! Fahrbahnen schmäler machen und Radwege anlegen oder bei mehrspurigen Straßen eine Fahrbahn gleich zur Fahrradstraße machen. Parkplätze auflösen, wraum nicht? Mit welchem Recht können Autos, die überhaupt nicht bewegt werden, öffentlichen Raum belegen?

Ablass 2.0

Das waren noch Zeiten!

Um 1500 war Johann Tetzel der Star in Sachen Ablasshandel. MIt genügend Geld konnte man sich von allen Sünden freikaufen. Und heute? Da soll's eine Öko-Steuer richten. Wer zahlt, darf guten Gewissens(?) auch fliegen. Für das Geld sollen dann irgendwo ein paar Bäumchen gepflanzt werden. Wer's glaubt!

Eine A380 verbrennt von Frankfurt  nach New York 115.000 l Kerosin. Da braucht es viele Bäumchen!

Was hat das mit dem Radfahren zu tun? Na, ja! Wir kriegen das mit der Klimaänderung bzw. einer Verkehrswende nur hin, wenn wir uns auch darüber Gedanken machen. Sonst bringt auch die ganze Radfahrerei nichts in dieser Hinsicht. Der beste SUV ist der, der vor der Garage stehen bleibt. Hauptsache, die Nachbarn sehen ihn.

Für meinen SUV nur das Beste

Hier geht's zu den  Angeboten.

Gehweg Radfahren frei

Welche Regelungen gelten eigentlich für dieses Schild? Hier sind sie nochmals zum Nachlesen. Problematisch ist der Begriff "Schrittgeschwindigkeit". Wie schnell ist das eigentlich? Ein weites Feld. In der Rechtssprechung reicht es von 5 km/h bis 15 km/h. Hat schon mal jemand versucht, mit dem Rad 5 km/h zu fahren? Da fällt man um. Einfach weltfremd!

Des Kaisers neue Kleider

Man muss ihn wirklich bewundern: Seit ewigen Zeiten engagiert sich Franz Alt im Umwweltbereich. Hier seine Äußerungen zur diesjährigen Hitzewelle.

Im Märchen von Hans-Christian Andersen werden dem Kaiser von wandernden Gesellen herrliche neue Kleider geschneidert. Nicht für jedermann sichtbar, aber bewundert werden sie dennoch. Nur ein paar Kinder machen das Spiel nicht mit und decken den Betrug auf.

Ähnlich kommen einem alle Beteuerungen zu den Themen Klimawandel, Ökosteuer, klimaneutrales Fliegen, CO2-Reduktion, Verkehrswende usw. vor. Die, die uns das alles versprechen, sind letztendlich nackt, denn keines der Ziele wurde bislang erreicht.

Hitzerekorde

Hitzerekorde wird es immer häufiger geben. Die Physik lässt sich nicht wegdiskutieren. Und wenn es irgendwann 60 oder 70 Grad werden, der Physik ist das wurscht. Ist halt so. Wenn man bedenkt, dass der Inhalt all dieser Öltanker auf unseren Weltmeeren letztendlich in der Atmosphäre landet, kommt einem auf dem Fahrrad schon das Grauen.

Hybrid fahren

Sind Hybrid-Autos wirklich so toll für die Umwelt? Immer wieder wird berichtet, dass oft nur kurze Strecken - wenn überhaupt - elektrisch bewältigt werden. Für die Langstrecke wird wieder auf fossil umgeschaltet. Wozu braucht ein Hybrid-SUV 300 PS? Warum gewährt der Staat für solche Fahrzeuge eine Prämie?

Wäre es nicht sinnvoller, kleinere Fahrzeuge mit Hybridantrieb auszustatten mit der Möglichkeit, im Notfall einen Benzinmotor mit minimaler Leistung zuschalten zu können. Für die alten VW-Käfer reichten 34 PS und man kam damit bis nach Sizilien.

Fake News

10 Millionen für einen Kilometer Radweg? Was hinter dieser Bild-Schlagzeile hat hier jemand genauer untersucht.

Feedback

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Besonders interessieren wir uns zudem für positive aber auch negative Beispiele aus der Welt des Radverkehrs. Wenn Sie also etwa im Urlaub sehen, wie das Radfahren anderswo gefördert wird, schicken Sie uns einen kurzen Bericht. Dazu womöglich auch noch Bildmaterial.

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